Abgeschlossene Praxis- und Innovationsprojekte Palliative Praxis - In Würde leben - In Würde sterben

Alte Menschen und ihre Angehörigen in der letzten Phase des Lebens zu begleiten, Ängste zu nehmen und Schmerzen zu lindern, erfordert oft eine andere palliative Versorgung als bei Tumorpatienten oder anderen Schwerstkranken. Im Rahmen des Projekts "Palliative Praxis" wurden Mitarbeitende und Hausärzte darin geschult, die Betreuung alter Menschen am Ende ihres Lebens spürbar zu verbessern.

Besonderes Augenmerk lag dabei auch auf demenzerkrankten Menschen, die ihre Wünsche und Ängste häufig nicht so äußern können, dass sie direkt verstanden werden.

Wenn die Hoffnung auf Heilung nicht mehr möglich ist, geht es darum, die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen auf der letzten Strecke des Lebenswegs zu begleiten, Ängste zu nehmen und Schmerzen zu lindern.

Alte Menschen benötigen dabei eine andere palliative Versorgung als Tumorpatienten oder andere Schwerstkranke: Ihre Begleitung erstreckt sich meist über einen längeren Zeitraum und erfordert ein frühes Beobachten und tabufreies Sprechen über das Sterben. Demenzerkrankte Menschen stellen zudem ihre Betreuer vor eine Herausforderung, da sie ihre Wünsche und Ängste häufig nicht in einer Art äußern können, die direkt verstanden wird.

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Das Projekt "Palliative Praxis in Stuttgarter Altenpflegeheimen" hatte sich zum Ziel gesetzt, die Betreuung alter Menschen am Ende ihres Lebens spürbar zu verbessern und die Erfahrungen aus der Hospizarbeit auch in der Praxis von Pflegeheimen zu verankern.

Bis April 2009 wurden dabei rund 140 Mitarbeitende in Pflegeheimen und die in den Einrichtungen tätigen Hausärzte nach einem von der Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit Experten entwickelten Lehrplan geschult. Vermittelt wurden dabei Themen wie Schmerzlinderung, Krisenintervention oder der Umgang mit Abschied und Trauer. Ergänzend fanden regelmäßige Treffen zum Austausch sowie Fallbesprechungen mit externen Beratern statt.

An dem Projekt beteiligten sich sieben Stuttgarter Pflegeeinrichtungen unterschiedlicher Träger. Die Organisation lag beim Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg.

Projektlaufzeit: Oktober 2007 - März 2009
Seit Ende der aktiven Laufzeit führen die Pflegeeinrichtungen die Palliative Praxis selbständig weiter.

Projektförderung: Das Projekt wurde finanziell und ideel durch die Rotary-Stiftung Stuttgart und die Robert Bosch Stiftung gefördert. Die Ärzteschaft Stuttgart unterstützte dieses Projekt.

Weitere Informationen und Broschüren

Beteiligte Träger und Einrichtungen

Caritasverband für Stuttgart

Beteiligte Einrichtung:

Haus Martinus

 

Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg, Stuttgart

Beteiligte Einrichtungen:
Haus am Weinberg
Ludwigsstift
Eduard-Mörike-Seniorenwohnanlage
Bildungszentrum

DRK Kreisverband Stuttgart e.V.

Beteiligte Einrichtung:
Haus auf dem Killesberg

Eigenbetrieb Leben und Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart

Beteiligte Einrichtung:
Parkheim Berg

Stiftung Evangelische Altenheimat

Beteiligte Einrichtungen:
Richard-Bürger-Heim
Seniorenzentrum
Spitalhof Münchingen

Projektansprechpartner

Veit Walter