#wassinnvollestun Du fragst - wir antworten

Anstatt zu reisen oder zu jobben, möchtest du lieber deine Zeit mit einem Freiwilligendienst verbringen? Super, wir freuen uns über deine Entscheidung! Damit du dich über FSJ und BFD informieren kannst, haben wir Antworten auf die häufigsten Fragen hier zusammengestellt. Bei weiteren Fragen kannst du dich gerne an uns wenden. Wir unterstützen Dich!

Allgemeines zu FSJ und BFD

Für junge Menschen bis 26 Jahre unterscheiden sich FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) und BFD (Bundesfreiwilligendienst) kaum voneinander. Bei beiden Diensten engagierst du dich in einer sozialen oder gemeinwohlorientierten Einsatzstelle und nimmst zusammen mit anderen Freiwilligen an 25 Seminartagen teil.

Einziger Unterschied: Freiwillige im BFD schließen eine BFD-Vereinbarung mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) ab und nehmen an einem vom Bund angebotenen fünftägigen Seminar zur politischen Bildung teil.

Beide Freiwilligendienste werden als Vorpraktikum, als praktischer Teil der Fachhochschulreife oder an Hochschulen gleichermaßen anerkannt.

Da es beim BFD keine Altersbeschränkung gibt, steht der BFD auch Menschen über 26 Jahre offen (BFD 27+).

Unter bestimmten Voraussetzungen können FSJ und BFD auch in Teilzeit (von mehr als 20 Stunden pro Woche) geleistet werden. Beim BFD 27+ steht die Teilzeitmöglichkeit allen Freiwilligen offen, im FSJ und BFD für junge Menschen bis 26 Jahren nur dann, wenn sie ein berechtigtes Interesse nachweisen können. Als ein solches berechtigtes Interesse gilt z.B. die Betreuung eines Kindes oder Angehörigen, eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die Wahrnehmung eines Bildungs- oder Qualifizierungsangebots (z.B. Sprachkurs) sowie andere schwerwiegende Gründe. Bei einem FSJ oder BFD in Teilzeit reduziert sich das Taschengeld.

Alles rund um FSJ und BFD

Grundsätzlich kann jeder ein FSJ oder einen BFD machen, der sich sozial engagieren und Neues erfahren möchte.
Mit einer Einschränkung: Man muss mindestens das 9. Schuljahr beendet haben, und beim FSJ den Freiwilligendienst vor dem 27. Geburtstag beenden. Beim BFD gibt es keine Altersgrenze nach oben.

FSJ und BFD stehen allen Menschen aus der ganzen Welt offen. Voraussetzung ist, dass du 18 Jahre alt bist, dich in Alltagssituationen auf Deutsch verständigen kannst (Sprachniveau B1 oder höher) und Interesse an einem freiwilligen Engagement hast.

Wenn du nicht in Deutschland lebst, führen wir das Bewerbungsgespräch mit dir per Skype. Bei Zusage schließen wir eine Vereinbarung mit dir, mit der du bei der deutschen Botschaft in deinem Heimatland ein Visum beantragen kannst.

Das FSJ und der BFD für junge Menschen bis 26 Jahre beginnt in der Regel im September eines Jahres. Ein späterer Einstieg ist möglich, wenn noch Plätze frei sind.
BFD-Teilnehmer/innen über 26 Jahre können jederzeit in den BFD 27+ einsteigen.

Die normale Dauer eines FSJ oder BFD beträgt zwölf Monate, die Mindestdauer sechs Monate, die Höchstdauer 18 Monate.

Einsatzbereiche

Von der Kinderkrippe bis zur Senioren-WG! Wir bieten 1.500 Stellen in mehr als 650 Einrichtungen in ganz Baden-Württemberg: Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, Krankenhäuser und Fachkliniken, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Einrichtungen für Senioren, Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Einrichtungen im Bereich Bildung, Kultur oder Sport. Eine Übersicht über alle Stellen findest du unter FSJ/BFD-Stellen.

Die Tätigkeitsbereiche sind vielfältig (Betreuung, Freizeitgestaltung, Pflege, Unterstützung im Alltag, Hauswirtschaft) - wichtig ist uns, dass du in einem Team arbeitest und viel Kontakt zu den Betreuten/Klienten deiner Einsatzstelle hast.

Hier findest du Infos und Filme zu allen Tätigkeitsbereichen im FSJ und BFD bis 26, hier für den BFD 27+.

Die Einrichtung, in der du in deinem Freiwilligendienst tätig bist, wird „Einsatzstelle“ genannt. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass die Einsatzstelle nicht alleine einen Freiwilligendienst durchführen kann. Es gibt daher anerkannte „Träger“ wie das Wohlfahrtswerk, deren Aufgabe es ist, die vorgeschriebenen Seminare und Bildungstage durchzuführen und die Freiwilligen während des Jahres zu begleiten. Der Träger hält Kontakt zu den Einsatzstellen, damit gewährleistet ist, dass dort alle Qualitätsstandards für das FSJ und den BFD eingehalten werden. Die Einsatzstellen können sich mit allen Fragen an den Träger wenden.

Voraussetzungen

Eigentlich muss du nur mindesten neun Jahre die Schule besucht haben
(Vollschulzeitpflicht erfüllt). Und für ein FSJ darfst du nicht älter als 26 Jahre sein.

Und du solltest natürlich Interesse daran haben, dich ein Jahr freiwillig im sozialen Bereich zu engagieren. Aber sonst wärst du ja nicht hier...

Nein, nicht grundsätzlich. Ein paar Einsatzstellen wünschen sich Freiwillige mit Führerschein.

Leistungen

Du bekommst monatlich ein Taschengeld von 300 € (im BFD 27+ bis 402 €), eine Verpflegungspauschale bis 100 € (im BFD 27+ bis 251 €) sowie freie Unterkunft oder die Übernahme deiner Fahrtkosten bis 60 €. Du bist während des Jahres kostenfrei sozialversichert. Die Eltern von Freiwilligen bis 25 Jahre erhalten weiterhin Kindergeld. Hinzu kommen noch ein Freiwilligendienstausweis für viele Ermäßigungen, ein qualifiziertes Zeugnis und ein Zertifikat am Ende des FSJ oder BFD.

Ja, einige Einsatzstellen bieten ihren Freiwilligen eine kostenfreie Unterkunft während des FSJ oder BFD. Wenn du Interesse an einer Einsatzstelle mit Unterkunft hast, dann gib das bitte bei deiner Bewerbung an uns an.

Alle staatlichen und viele privaten Institutionen (Museen, Schwimmbäder, Kinos etc.) gewähren dir eine Ermäßigung beim Eintritt. Außerdem erhältst du in den Verkehrsverbünden Monatsfahrkarten zum ermäßigten Preis.

Mit einem FSJ oder BFD sammelst du auf jeden Fall Pluspunkte in deinem Lebenslauf! Viele Ausbildungsstätten und Arbeitgeber - auch im nicht-sozialen Bereich - honorieren einen Freiwilligendienst. Außerdem wird für bestimmte Berufe das FSJ oder der BFD als Vorpraktikum anerkannt. Zwölf Monate FSJ oder BFD gelten als praktischer Teil der Fachhochschulreife.

Bei der Vergabe eines Studienplatzes erhältst du für einige Studienfächer (zum Beispiel Lehramt für Grund-, Haupt- und Sonderschule oder Soziale Arbeit) einen Bonus. FSJ und BFD zählen bei der Bewerbung um ein Studium als Wartezeit und ein bereits zugewiesener Studienplatz verschafft dir bei einer erneuten Bewerbung Vorrang.

Bewerbung

Ist ja klar, was wir jetzt antworten: Je früher desto besser! Dann hast du noch die Auswahl unter vielen attraktiven Stellen, und die Einsatzstellen und Betreuten freuen sich, wenn klar ist, wer den aktuellen Freiwilligen nachfolgt. Also am besten ab Januar bewerben. Doch meist finden wir auch noch für „Spätentschlossene“ einen Platz.

Für Interessierte am BFD 27+ spielt der Bewerbungszeitpunkt keine Rolle, da sie jederzeit in den BFD 27+ einsteigen können.

Bitte schicke deine Bewerbung ans Wohlfahrtswerk - am liebsten ist es uns, wenn du dazu unser Online-Formular nutzt. Auf der Seite FSJ/BFD-Stellen kannst du schon mal nachschauen, welche Stellen wir anbieten und dein Interesse bei der Bewerbung benennen. Wir laden dich anschließend zu einem persönlichen Gespräch ein und suchen gemeinsam mit dir nach einer passenden Einsatzstelle. Bei einem Hospitationstag in der Einrichtung kannst du diese kennen lernen und feststellen, ob dir die Tätigkeiten und das Umfeld gefallen.

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