FSJ und BFD während der Corona-Pandemie Aktuelle Informationen

Unser Bewerbungsverfahren läuft eigentlich wie immer. Nachdem deine Bewerbung bei uns eingegangen ist, nehmen wir Kontakt zu dir auf. Das "eigentlich" bezieht sich auf die Form des Bewerbungsgespräches: je nach aktueller Situation findet das Gespräch über Telefon, Videokonferenz oder direkt in unserem Regionalbüro statt.

Mehr Infos zur Bewerbung

Nach den aktuellen Corona Verordnungen und unter 3-G-Voraussetzung können unsere Einführungsseminare im Herbst in Präsenz in unseren Tagungshäusern stattfinden. Die Seminarleitung wird die Freiwilligen und die Einsatzstellen über unser Hygienekonzept und den Nachweis über Impfung, Genesung oder Test informieren. Vorab wird auch mitgeteilt, an welche Regeln alle sich halten müssen, um eine schöne Zeit miteinander zu verbringen und um gesund zu bleiben. 

Sie haben noch Fragen? Bitte melden Sie sich in Ihrem Regionalbüro.

Stand: August 2021

Nach der Corona - Verordnung Absonderung kann das Gesundheitsamt oder die Ortspolizeibehörde eine "Quarantäne", "Absonderung" oder "Isolation" behördlich anordnen. In einer solchen "Anordnung zur Absonderung" legt die Behörde fest, wie lange man in Quarantäne bleiben und an welche Verhaltensregeln man sich halten muss.

Wenn du als Freiwillige/r eine solche "Anordnung zur Absonderung" erhälst, musst du umgehend deine Einsatzstelle informieren und, sobald du die Anordnung schriftlich hast, diese an die Einsatzstelle schicken. Wenn du während der Quarantäne krank wirst, nimm bitte Kontakt zu deinem Hausarzt/Hausärztin auf und lass dir eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausstellen. Auch diese leitest du an deine Einsatzstelle weiter. Während der Quarantäne erhälst du in der Regel dein Taschengeld weiter.

Besonderheit Einreise-Quarantäne: Seit dem 1. August gilt eine bundesweite Einreiseverodnung, die regelt, in welchen Fälllen man sich nach einem Aufenthalt in einem Land, das vom RKI als "Hochrisikogebiet" oder "Virusvariantengebiet" eingestuft ist, in Quarantäne begeben muss. Bitte informiere dich VOR deinem Urlaub über die aktuellen Bestimmungen und plane ggf. die Rückkehr aus dem Land so, dass die vorgeschriebene Quarantäne noch während deines Urlaubs stattfindet! Bei einer "vorhersehbaren" Quarantäne hast du nämlich keinen Anspruch auf Taschengeld!

Info für Einsatzstellen: Laut dem Regierungspräsidium Stuttgart handelt es sich bei den Bezügen im FSJ und BFD nicht um ein "entschädigungsfähiges Entgelt" nach dem Infektionsschutzgesetz, daher kann auch kein Antrag auf Erstattung des Verdienstausfalls während der angeordneten Quarantäne gestellt werden. Unabhängig vom Erstattungsanspruch ist allerdings, dass Sie jede behördlich angeordnete Quarantäne Ihrer Berufsgenossenschaft melden müssen. Bitte melden Sie daher auch die Quarantäne-Anordnung von Freiwilligen Ihrer Berufsgenossenschaft.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg empfiehlt das Taschengeld auch dann weiterhin auszuzahlen, wenn sich ungeimpfte und nicht genesene Freiwilligendienstleistende in Quarantäne begeben müssen.

Stand Oktober 2021

Als Freiwillige*r bist du im Kontakt mit vielen Menschen und Personengruppen. Einige haben ein besonders hohes Risiko für einen schweren Verlauf einer Infektion mit Covid 19. Einige können sich nicht selbst durch eine Impfung schützen.

Wir empfehlen allen Interessent*innen, soweit möglich, sich gegen Covid 19 impfen zu lassen.

Verpflichtend ist die Bereitschaft bei nicht vorhandener Impfung oder Genesenennachweis, sich regelmäßig testen zu lassen.

Bis 31.12.2021 ist es möglich, laufende FSJ/BFD-Vereinbarungen bis zu einer Höchstdauer von 24 Monaten hinaus zu verlängern. Voraussetzung ist, dass die Freiwilligen dadurch zur Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie beitragen.

Wenn aus diesen Gründen eine aktuelle Vereinbarung verlängert werden soll, bitte Kontakt mit uns aufnehmen.

Anbei die Schreiben der Ministerien zu den Ausnahmeregelungen und wie im BFD die Verlängerung beantragt und begründet werden muss. Die Begründung sollte formlos auch für FSJ-Freiwillige erfolgen.

Schreiben zur Verlängerung des BFD auf maximal 24 Monate

Schreiben zu FSJ-Ausnahmeregelungen

Stand Oktober 2021

In Baden-Württemberg können Freiwillige im FSJ Kurzarbeitergeld (KUG) beziehen. Hintergrund ist, dass Freiwillige dem Grunde nach Anspruch auf Leistungen der Arbeitsförderung haben und FSJ-Einsatzstellen grundsätzlich keine Zuschüsse für ihre Ausgaben an Taschengeld und Sozialversicherung erhalten. Im BFD ist KUG nicht möglich, siehe unten.

Wenn Sie als FSJ-Einsatzstelle nach § 95 ff SGB III Anspruch auf Kurzarbeitergeld (KUG) haben und Sie sowohl für Ihre Mitarbeiter/innen auch für Ihre Freiwilligen Kurzarbeitergeld beantragen möchten, dann beachten Sie bitte folgende Informationen:

  • Das Wohlfahrtswerk zahlt als lohnabrechnende Stelle "im Namen und für Rechnung der Einsatzstelle" die Bezüge an die Freiwilligen aus und führt die Sozialabgaben unter der Betriebsnummer des Wohlfahrtswerkes ab.
  • Die lohnverantwortende Stelle ("Schuldner") ist trotzdem die Einsatzstelle

Diese Information und einen Nachweis, dass Sie keine Zuschüsse für Ihre Freiwilligen erhalten, müssen Sie an die Agentur für Arbeit weitergeben. Bitte setzen Sie sich vorher mit uns in Verbindung, damit wir Ihnen die Betriebsnummer des Wohlfahrtswerkes sowie ein entsprechendes Schreiben zusenden können. Außerdem müssen wir im Einzelfall besprechen, wie hoch die Auszahlung an Ihre Freiwilligen sein soll.

Im BFD ist KUG nicht möglich, weil der Bund die Ausgaben der BFD-Einsatzstellen für Taschengeld und Sozialversicherung weiterhin bezuschusst, als ob die Freiwilligen ihren Dienst regulär leisten würden.

Stand: Mai 2020