Umzug oder Wohnen bleiben?

 

Der richtige Lebensort im Alter


Wir wissen, dass Ältere an ihrer vertrauten Wohnung hängen. Die Politik formulierte daraus den Grundsatz ambulant vor stationär. Die Erfahrung der Praktiker in Pflegeheimen ist: Der Entschluss zum Umzug kommt meist dann, wenn es nicht mehr anders geht. Und wer sich – im Falle des Betreuten Wohnens – doch vorher zu einem Umzug entscheidet, durchlebt eine sehr lange Entscheidungsphase. Motive und Rahmenbedingungen, die solche Umzugsentscheidungen beeinflussen, wurden bisher kaum beleuchtet.
Zum einen, weil kommunale Altenhilfe-Bedarfsplanung begünstigt
durch das Marktparadigma der Pflegeversicherung rückläufig war.
Zum anderen geben sich Investoren und Träger bei der Markteinschätzung
für Pflegeimmobilien offensichtlich mit quantitativen demografischen Betrachtungen und Kapazitätsdaten zufrieden. Vernachlässigt werden generelle Faktoren, die Umzugsverhalten beeinflussen. Und es mangelt an Einschätzbarkeit, welche Effekte das mittlerweile breite Angebotsspektrum für Ältere zu Hause auf Umzugsentscheidungen hat.

Wir bedanken uns herzlich bei den Referentinnen und Referenten der Fachtagung für ihre interessanten Vorträge und die Bereitschaft, ihre Präsentationen auf unserer Homepage zur Verfügung zu stellen. Alle Präsentationen, die uns zur Verfügung gestellt wurden, finden Sie hier zum Download.

 

 

Referierende und ihre Präsentationen

 

Wohnen im Alter aus individueller Perspektive: Von Umzugsmotiven und Verbleibenswünschen

Prof. Dr. Frank Oswald, Interdisziplinäre Alternswissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main

 

 

Mobil bleiben auch im Alter – Milieuspezifische Umzugsentscheidungen älterer Frauen und Männer

Andrea Teti, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizinische Soziologie 

 

 

Quartierskonzepte als Daseinsvorsorge

Dieter Kreuz, Geschäftsführer, Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung GbR, München

 

 

Welchen Mehrwert ergeben Kooperationen für Dienstleister, Wohnungswirtschaft und ältere Menschen?

Michael Schrauth, Projektentwickler Diakoniestationen, der Ev. Kirche in Kassel gGmbH

 

 

Podiumsgespräch: Das Betreute Wohnen im Urteil der Bewohner – Erfahrungen aus 25 Jahren Betreutes Wohnen im Wohlfahrtswerk

Uta Sander, Teamleitung Koordinatorinnen, Stuttgart-West/Süd

Susanne Thoni, Koordinatorin, Generationenhaus West, Stuttgart 

 

 

Rüstig einziehen und wohnen bleiben bis zur Schwerstpflege – 20 Jahre Praxiserfahrung

Erwin Müller, Einrichtungsleitung, Haus am Weinberg, Stuttgart

 

 

Ohne Moos nix los? Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen auf die Angebotslandschaft

Ingrid Hastedt, Vorsitzende des Vorstands, Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg, Stuttgart

 

 

Termin: Mittwoch 18. Juli 2012

 

Veranstaltungsort:
Hotel Steigenberger Graf Zeppelin
Arnulf-Klett-Platz 7
70173 Stuttgart

Weitere Informationen:

Gregor Senne 07 11 / 6 19 26 - 110